ZUR AKTUELLEN DEBATTE UM RELIGIÖSE SYMBOLE: JUSOS NIEDERSACHSEN BETONEN NEUTRALITÄT VON SCHULE

In der Diskussion um eine Lockerung des Verbots von Kopftüchern für muslimische Lehrerinnen an öffentlichen Bildungseinrichtungen in Niedersachsen heben die Jusos die Bedeutung der religiösen Neutralität von Schule hervor. Dieser neutrale Status müsse allerdings gegenüber allen Religionsgemeinschaften geltend gemacht werden

„Im 21. Jahrhundert sollte Religion in erster Linie eines sein, nämlich Privatsache“, hält Matthias Bock, stv. Vorsitzender der Jusos Niedersachsen, fest. ‚Gott sei Dank‘ sei heutzutage jeder Mensch frei, eine Religion zu praktizieren oder es zu lassen. Diese Freiheit müsse auch die Schule als ein Ort religiöser Neutralität widerspiegeln.

Dabei betonen die Jusos Niedersachsen ausdrücklich: Jegliche religiöse Symbole, allen voran auch das christliche Kruzifix, müssten sich dieser staatlichen Neutralitätspflicht beugen. Nicht zuletzt könne dies einen wichtigen Beitrag zu mehr Toleranz leisten: „Eine Schule ohne Religionssymbole heißt alle Menschen Willkommen, egal ob Christin, Muslim oder Atheistin“, hebt Bock hervor. Auch dies sei Ausdruck eines gesellschaftlichen Willens zur Inklusion.