„Finger weg von Klassenfahrten!“ – Jusos Fordern ein Ende des Boykotts von Klassenfahrten und mahnen Gespräche an

Mit ihrem landesweiten Schulstreik am heutigen Mittwoch, den 14. Januar 2015, haben die Schülerinnen und Schüler aus ganz Niedersachsen lautstark gegen den unfairen Boykott von Klassenfahrten an Gymnasien demonstriert. Die Jusos Niedersachsen fordern: Jetzt muss Schluss sein mit dem Boykott!

„Die Jusos Niedersachsen stehen zu ihrem Bekenntnis, dass die Schülerinnen und Schüler an Niedersächsischen Gymnasien nicht zum Instrument eines politischen Interesses gemacht werden dürfen“, so Matthias Bock, stv. Vorsitzender der Jusos Niedersachsen. Zwar sei der Unmut vieler Lehrerinnen und Lehrer über eine jahrelang verfehlte Bildungspolitik in Teilen nachzuvollziehen. Jedoch dürfe ein politischer Streit niemals auf dem Rücken unbeteiligter Dritter ausgetragen werden.

Statt sich stur zu stellen, müsse auf Dialog gesetzt werden. „Wir fordern einen Bildungsgipfel, auf dem es um politische Lösungen gehen muss“, so Bock. Mit der „Zukunftsoffensive Bildung“ hat die Landesregierung bereits ein millionenschweres Investitionsprogramm mit Eckpfeilern für bessere Bildung verabschiedet. Auf einem Gipfeltreffen zwischen den Beteiligten – dazu gehörten nicht zuletzt die Schülerinnen und Schüler selbst – müsse nun über weitere konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen gesprochen werden.

Schlussendlich mache der Streit um die Angleichung der Unterrichtsstunden auch deutlich, dass endlich Schluss sein muss mit dem unsäglichen Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern. „Dieses Gesetz ist reine Idiotie und verhindert Investitionen in die Zukunft“, so Bock abschließend.