Jusos Niedersachsen unterstützen Forderung nach Rechtsanspruch auf schulische Ganztagsbetreuung – Mehr Zeit für Bildung und Vereinbarkeit von Familie & Beruf in Niedersachsen schaffen!

Die Jusos Niedersachsen unterstützen den Vorstoß des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und dessen weitreichender Forderung nach einem Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung von SchülerInnen.Neben pädagogischen Gesichtspunkten sprechen dabei vor allem sozialpolitische Argumente für einen flächendeckenden Ausbau der Ganztagsbetreuung.Auch die Vereinbarkeit von Familie & Beruf sowie einen besseren Zugang für junge Frauen zur Arbeitswelt sehen die Jusos Niedersachsen mit dieser Forderung erfüllt

Matthias Bock, stellvertretender Juso-Landesvorsitzender will mit der Ganztagsbetreuung die Belastung des Schulalltags abbauen und Inklusion verwirklichen
Sebastian Kunde, stellv. Landesvorsitzender will Vereinbarkeit von Familie & Arbeit in Niedersachsen mit der Ganztagsbetreuung verbessern
Benjamin Köster, Juso-Landesvorsitzender unterstützt die Forderung mehr Zeit für Bildung zu schaffen und sieht Landesregierung auf einem guten Weg

Aus pädagogischer Sicht ist es vor allem der Faktor ‚Zeit‘, der bei der Ganztagsbetreuung eine entscheidende Rolle spielt. „Wer mehr Zeit zum Lernen hat, der gerät weniger schnell unter Druck und kann sich besser auf die Herausforderungen des Schulalltags einlassen“, erklärt Matthias Bock, stv. Vorsitzender der Jusos Niedersachsen. Wenn SchülerInnen heute über zunehmenden Stress klagten, könne das Angebot einer ganztägigen Betreuung ein erster Schritt sein, um die Belastungen des Schulalltags abzubauen.

Dabei zeigen Pilotprojekte, welche positiven Effekte – etwa ein verbessertes Angebot bei der Hausaufgabenbetreuung, die Anpassung des Unterrichts an die Bedürfnisse der SchülerInnen oder die Einführung eines vielfältigen Freizeitangebots – mit der Einführung der Ganztagsschule verbunden sind. Insbesondere im Kontext von Inklusion und Schule aber spielt das Thema Ganztagsbetreuung eine besondere Rolle. „Wer Inklusion wirklich will, muss den SchülerInnen ausreichend Zeit miteinander geben, um Vorurteile abzubauen“, so Bock erläuternd.

Dabei wird die flächendeckende Betreuung in sehr jungen Jahren durch den Rechtsanspruch auf einen KITA-Platz gesetzlich garantiert bis die Kinder in die Schule gehen. Viele junge Familien in Niedersachsen stehen dann vor dem Problem, dass beide PartnerInnen arbeiten möchten jedoch die Betreuung für das Kind nicht gewährleistet ist. In diesen Fällen leidet die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und stellt viele jungen Menschen mit Kindern vor eine kaum lösbare Herausforderung.

„Junge Familien haben nicht die Freiheit, dass beide PartnerInnen arbeiten gehen, selbst wenn sie wollten. Wir möchten diesen jungen Familien in Niedersachsen eine Alternative anbieten, indem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die schulische Ganztagsbetreuung gestärkt wird. Wir wollen mehr Chancengleichheit beim Zugang zur Arbeitswelt und gleichzeitig die klassischen Rollenmuster aufbrechen“ ergänzt Sebastian Kunde, stv. Juso-Landesvorsitzender.

Die Ankündigung der niedersächsischen Kulturministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) zur Einrichtung von 136 neuen Ganztagsschulen wurde von den Jusos als wichtigen Schritt in die richtige Richtung sehr begrüßt. Schließlich verbinden die Jusos Niedersachsen mit diesem Entschluss einen Aufbruch hin zu mehr Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit.

„Die niedersächsische Landesregierung ist auf einem guten Weg die Ganztagsbetreuung der SchülerInnen zu verbessern und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Wir unterstützen die Forderung des DGB mehr Zeit für Bildung zu schaffen und werden diesen Prozess weiterhin konstruktiv begleiten“, sagt abschließend Benjamin Köster, Landesvorsitzender Jusos Niedersachsen.