Jusos Niedersachsen unterstützen die Initiative für eine Koppelung von EU-Förderung an Sozialstandards bei Schlachthöfen. Keine öffentlichen Gelder für Ausbeutung! Soziale Standards schaffen!

Die Jusos Niedersachsen forderten bereits eine Verbesserung der Situation von LeiharbeiterInnen im Zusammenhang mit dem tragischen Vorfall in einer Massenunterkunft für Werkvertragsarbeiter der Meyer Werft. Für die zahlreichen WerkvertragsarbeiterInnen der Schlachthöfe in Niedersachsen ist Situation ähnlich schlecht. Zusammengepfercht in kleinen heruntergekommenen Unterkünften leben die meist osteuropäischen ArbeitnehmerInnen und arbeiten für einen Niedrigstlohn in den Schlachthöfen.

Adrian Schiebe, stellvertretender Juso-Landesvorsitzender über die Bedingungen in der Fleischbranche.

Diese Arbeitsbedingungen sind für die Jusos Niedersachsen nicht hinnehmbar.

„Es kann nicht sein, dass Schlachthöfe von bis zu sechsstelligen Fördersummen der öffentlichen Hand profitieren und dennoch ArbeitnehmerInnen mit Werkverträgen ausbeuten. Durch das Streichen der Subventionen kann ein fairer Wettbewerb in der Branche geschaffen werden und die Situation der WerkvertragsarbeiterInnen verbessert werden“ kommentiert Adrian Schiebe, stellvertretender Juso-Landesvorsitzender, die Bedingungen in der Fleischbranche.

Daher begrüßen wir die Initiative des niedersächsischen Landwirtschaftsministers, Christian Meyer (Grüne), der auf der AgrarministerInnenkonferenz die Streichung von EU-Förderung für Schlachthöfe fordert, wenn diese keine Sozialstandards einhalten. Diese Betriebe müssen auf die Negativliste, über welche bei der Konferenz verhandelt wird. Die niedersächsische Landesregierung steht darüber hinaus in der Pflicht soziale Standards für Arbeitsbedingungen und Wohnunterkünfte zu schaffen.