Jusos heraus zum 1. Mai

Die Jusos Niedersachsen rufen auf zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB am internationalen Kampftag der ArbeiterInnenbewegung unter dem Motto „Gute Arbeit für Europa – Gerechte Löhne, Soziale Sicherheit“.
Seit Jahren sind prekäre Beschäftigungsverhältnisse auf dem Vormarsch: Minijobs, Leiharbeit und Befristungen verdrängen mehr und mehr sozialversicherungspflichtige unbefristete Arbeitsverhältnisse mit Löhnen und Gehältern, von denen sich heute erträglich leben und für morgen vorsorgen ließe. Frauen sind dabei besonders betroffen, sie werden deutlich schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen.
Während die Masse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf immer neue Sparanstrengungen zugunsten des nationalen Wirtschaftsstandorts eingeschworen wird, übertreffen sich Unternehmen gegenseitig mit ihren Gewinnerwartungen, Bilanzüberschüssen, Aktionärsdividenden und nicht zuletzt auch in der Höhe ihrer Managergehälter. Es wird Zeit, dass die Gewinne wieder bei denen ankommen, die sie erarbeiten! Daher unterstützen wir selbstverständlich Arbeitskämpfe um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. Wir fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit, für Männer wie für Frauen, für Leiharbeit wie für Festangestellte. Und wir setzen uns ein für einen branchenunabhängigen Mindestlohn, der dem Ausfransen der Löhne nach unten endlich ein Ende setzt.
Als internationalistischer Jugendverband begrüßen wir ausdrücklich die Bemühungen des DGB, ein Zeichen der Solidarität an die ArbeiterInnenbewegungen in Europa auszusenden. Die Sparvorgaben von Merkel und Co sind nicht deshalb falsch, weil eine tiefere Rezession deutsche Arbeitsplätze gefährden würde, sondern weil sie den Zusammenhalt Europas und soziale Errungenschaften der ArbeiterInnenbewegung aufs Spiel setzen! Sie sind falsch, weil sie nicht diejenigen Banken und Konzerne belangen, die – durch die Profitlogik des Kapitalismus getrieben – mit den milliardenhohen Spekulationsverlusten das derzeitige Wirtschaftssystem an den Rand des Zusammenbruchs drängten.
Wir wollen uns nicht länger gegeneinander ausspielen lassen – nicht im Betrieb und nicht in Europa! Heraus zum 1. Mai!