Erste Autorenlesung der Celler Jesidin Hatun Tuku in der CD-Kaserne

CELLE. Im Alter von zwanzig Jahren wurde die Kurdin Hatun Tuku von ihrem Ehemann nach Celle geholt und tauchte jahrelang in der „jesidisch-kurdischen Parallelwelt“ unter: Sie sprach kein Wort Deutsch und ihre Kontakte beschränkten sich auf ihre Familie. Wie sie sich aus dieser Enge löste und was die jesidische Kultur ausmacht, hat Hatun Tuku in ihrem jüngst erschienenen Buch „Zwischen zwei Welten“ beschrieben, aus dem sie in der CD-Kaserne las. Tuku ist die erste Jesidin, die sich soweit vorwagte und durch ihr Buch auch dem deutschsprachigen Publikum authentische Einblicke in das Innere des jesidischen Lebens erlaubt und die Geschichte ihrer Emanzipation beschreibt. Dementsprechend spannend und lebhaft gestalteten sich die Lesung und die sich anschließenden Diskussionen.